Akne vulgaris: Wissenswertes zur „gewöhnlichen“ Akne

Akne vulgaris ist die weltweit häufigste Hauterkrankung. Kein Wunder also, dass sich die Akneform vom lateinischen Wort „vulgaris“ (alltäglich, gewöhnlich) ableitet. Das Spektrum reicht von kaum störenden Mitessern, bis hin zu schweren Verlaufsformen. Der Artikel beschreibt gängige Ausprägungen.

Entstehung und Ursachen

Wie entsteht Akne vulgaris?

Jeder Mensch besitzt sogenannte Haartalgdrüsen. Durch sie wird Talg produziert, der unsere Haut vor Chemikalien, Krankheitserregern und Chemikalien schützt. In der Pubertät sorgen männliche Geschlechtshormone, die Androgene, dafür, dass sich die Talgdrüsen vergrößern und mehr Talg produzieren (Talgdrüsen-Überfunktion). Bei Akne bildet sich eine übermäßige Verhornung, die dafür sorgt, dass der Talg nicht mehr an die Hautoberfläche gelangt. Bildlich gesehen ist der Ausgang der Talgdrüsen verstopft. Zunächst entstehen Mitesser (weiße Knoten oder schwarze Punkte). Durch zusätzliche Vermehrung von Bakterien in den Talgdrüsen, enstehen schließlich Pickel, Pusteln und „Beulen unter der Haut“ (Knoten). Bakterien steigern die Anzahl der Mitesser und entzündlichen Hautveränderung (Effloreszenzen).

Was sind die Ursachen für Akne?

Früher war man der Ansicht schlechte Hygiene würde Akne verursachen. Das ist natürlich Unsinn. Heute vermutet man, dass u. a. die genetische Basis eine Rolle spielt. Bei eineiige Zwillinge etwa, tritt Akne – bei entsprechender Vorbelastung –  in gleicher Form auf. Außerdem wurde festgestellt, dass wenn beide Elternteile von Akne betroffen sind, die Akne-Wahrscheinlichkeit für ein Kind bei über 50 % liegt.

Der Zusammenhang von Akne und Ernährung wurde wissenschaftlich bisher leider nur mit mäßigem Erfolg untersucht. Durch meinen eigenen Erfahrungen bin ich allerdings der Meinung, dass hier tatsächlich ein größerer Zusammenhang besteht.

Formen und Symptome

60 % der Akne-Diagnosen haben einen milden Verlauf.  Meist spricht man bei dieser Verlaufsform von Akne comedonica (Schweregrad 1):  Sie geht mit wenigen Pusteln oder Mitessern einher,  die sich nicht entzünden. Bei diesem Akne-Schweregrad bilden sich keine Narben und ein Betroffener kann mit rezeptfreien Produkten selbst therapiert werden. Ähnliches gilt bei einer leichten Akne apulopustulosa (Schweregrad 2): Wenige Pustel, Mitesser und Knötchen, die sich durchaus entzünden, aber keine Narben hinterlassen und selbst therapiert werden können.

Doch, Vorsicht! Die Dermatologen Harald P. Gollnick und Christos C. Zouboulis warnen im Ärzteblatt: „Akne ist nicht gleich Akne vulgaris“ – und meinen damit die leichten Akne-Verlaufsformen (Schweregrad I und II). Vor einer medizinischen Akne-Behandlung muss immer erst geklärt werden, welcher Akne-Typ und Schweregrad vorliegt. Meistens richtet sich die Einteilung nach

  1. Anzahl von Mitessern, Pusteln, Knötchen und Zysten
  2. Schwere der Entzündung
  3. Narbenbildung

Einen schweren Verlauf hat die sogenannte noduläre (knötchenförmige) Akne. Hierbei spricht man meistens von Akne conglobata (Schweregrad 4). Sie ist gekennzeichnet durch eine Vielzahl von Mitessern, die sich sehr stark entzünden und tiefgehende Knoten bilden. Meist bleiben tiefe Narben zurück.

Von welchem Schweregrad bist Du betroffen? Hinterlass‘ uns deine Erfahrungen gerne in den Kommentaren.

Akne vulgaris: Wissenswertes zur „gewöhnlichen“ Akne was last modified: Mai 16th, 2015 by quicklebendig

Über den Autor

quicklebendig

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Folgende HTML Tags und Attribute kannst Du benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>

akne-besiegen.de Copyright © 2017